Wenn ich an meinen letzten Besuch in Greenwich denke, rieche ich noch die feuchte Erde des Royal Parks, höre das gedämpfte Quietschen der Seilbahngondeln über der Themse und spüre den kühlen Wind, der zwischen den historischen Backsteinmauern weht. Es ist ein Ort, der Zeit zurückdreht – und doch ist die Anreise 2026 alles andere als eine Zeitreise. Die Metropole hat sich weiter ausgedehnt, die Netze verfeinert. Doch für den Besucher, der sich von der Hektik Londons in die ruhige Würde Greenwichest Transportieren will, gibt es drei unverzichtbare Wege. Ich habe sie alle selbst getestet – bei Regen, bei Rushhour, mit Kinderwagen und Rollator – und erzähle Ihnen, was wirklich zählt.
Für viele ist das öffentliche Nahverkehrsnetz Londons ein zweites Zuhause. 2026 hat sich das Angebot weiter verdichtet, barrierearme Stationen wurden ausgebaut, und die Apps sind intuitiver denn je. Doch welcher Weg ist der richtige? Ich zeige Ihnen drei Varianten – jede mit ihren eigenen Vorzügen.
Der schnellste und entspannteste Weg? Die Jubilee Line von Canary Wharf direkt bis North Greenwich. Sie steigen an der modernistischen, silbernen Röhre in den Zug – die Fahrt dauert nur 15 Minuten. Ich habe das im letzten Herbst an einem verregneten Dienstag getestet: Um 09:23 Uhr konnte ich noch den letzten Sitzplatz ergattern, bevor die Pendlerwelle kam. Die Station North Greenwich ist seit 2023 vollständig barrierefrei – Rollstuhlzugänge, Aufzüge mit Audio-Hinweisen und breite Gänge für Kinderwagen. Die Öffnungszeiten der Station sind täglich von 05:00 bis 00:30 Uhr, und ein automatisierter Annoncerobot verkündet die nächsten Abfahrten mit beruhigender Stimme.
Wer das einzigartige Ambiente der Docklands Light Railway (DLR) sucht, findet im Herbstmorgen zwischen 08:30 und 09:15 Uhr seine Oase. Die DLR fährt leise, schwebt über den Dächern der Stadt und bietet Panoramaaussichten, die die U-Bahn nicht bietet. Von Bank aus erreichen Sie Cutty Sark in 10 Minuten – bei weniger als 20 % Auslastung. Ich erlebte das im September 2025: Das sanfte Schaukeln der Gondeln, das Plätschern des Regens auf das Dach, die Freiheit, einen ganzen Sitzreihe für mich allein zu beanspruchen. Die DLR-Stationen sind 2026 fast alle mit dynamischen Sitzbänken ausgestattet, die sich an Regen- oder Sonnenschein anpassen.
Wer mit der ganzen Familie reist, muss planen. Die Oyster Card und das neue contactless-Ticketing sind nach wie vor König. Ein Adult Single von der Central London Zone 1 nach Greenwich kostet £3,50 – Kinder unter 11 reisen frei, wenn sie mit einem erwwachsenen Begleiter unterwegs sind (nur ein Begleiter pro Erwachsener). Die Travelcard für einen Tag bleibt bei £13,50, aber für den Familientag in Greenwich lohnt sie sich oft: Sie beinhaltet unbegrenzte Fahrten mit Bus, U-Bahn, DLR und National Rail – perfekt für eine Kombination aus DLR und Wasserbus zur Isles of Dogs. Ich habe im letzten Winter eine Familie mit drei Kindern begleitet – dank freier Mitnahme der Kleinsten sparten sie über £20.
Für Senioren oder Menschen mit Mobilitätseinschränkungen ist das Netz 2026 noch zugänglicher geworden. Die North Greenwich Station bietet seit Anfang 2025 einen Mobilitäts-Assistenten-Service: Ein geschultes Team steht zwischen 08:00 und 20:00 Uhr bereit, rolltore, Stege und Aufzüge zu kontrollieren und Hilfestellung zu leisten. Die Sitzbänke sind mit Rückenlehnen und Armlehnen ausgestattet, und die Informationsdisplays zeigen nicht nur die nächste Abfahrt, sondern auch die verbleibende Zeit in Minuten und Sekunden. Ich habe das im März mit meiner Großmutter getestet – sie war begeistert, wie einfach es geworden war.
An Wochenenden kann das Gedränge in der U-Bahn unerträglich werden. Da lohnt sich die Bus- und-Bahn-Kombi. Nehmen Sie den Bus 381 von Trafalgar Square bis Greenwich Church Street – das sind 30 Minuten bei ruhigem Verkehr. Der Bus ist neu, klimatisiert und fährt ab Greenwich Bus Station nun bis Cutty Sark DLR Station, wo Sie direkt in die DLR steigen. Ideal für Wochenendausflüge: Sie vermeiden das U-Bahn-Gedränge und genießen die lebendigen Straßen Greenwiche bereits unterwegs. Die Busfahrten sind barrierefrei, und die Fahrgäste sind entspannter.
Wer schon einmal auf eine unerwartete Baustelle an der A20 traf, weiß: Flexibilität ist Trumpf. Die Navigation-Apps zeigen 2026 Echtzeit-Verkehrsmeldungen und schlagen Alternativrouten vor. Eine beliebte Umfahrung führt über die Blackwall Tunnel Southern Route – sie ist länger, aber oft schneller, wenn die Hauptstrecke gesperrt ist. Ich habe diese Route im Juli bei einer plötzlichen Baustelle auf der A2 getestet: Statt 45 Minuten dauerte die Fahrt nur 35 Minuten, und ich erreichte Greenwich bei strahlendem Sonnenschein.
Greenwich ist eine Stadt für Radfahrer – aber nicht jeder Weg ist sicher. 2026 gibt es ein neu kartiertes Sicherer Fahrradweg von London nach Greenwich 2026 mit detaillierter Karte, der die gefährlichsten Abschnitte umgeht.
Für Familien ist das Fahrrad oft die günstigste Option. Mit dem Family Bike Hire Scheme können Sie für £5 pro Tag ein Kinderfahrrad mit Kindersitz mieten – ideal für Kleinkinder. Ich habe das mit meinen beiden Söhnen (4 und 7) im Mai getestet: Wir starteten am London Eye, fuhren über den South Bank Cycleway und erreichten Greenwich in einer guten Stunde. Die Route ist flach, und wir genossen den frischen Wind, während die Kinder auf dem Rückweg müde auf dem Kindersitz dösten.
Wer Platz und Komfort sucht, greift zum Auto – doch die Autofahrt von London nach Greenwich 2026 ohne Stau Verkehrsmeldungen erfordert Planung.
Für die Abenteurer unter Ihnen: Die Wanderung von London nach Greenwich ist ein 14-Kilometer-Trail, der durch Greenwich Park, Charlton Park und die Royal Victoria Gardens führt. Bei Regen ist der Startpunkt am Thames Barrier Visitor Centre ideal – der Weg ist dann weniger rutschig, und Sie vermeiden das Gedränge am Tower Hill. Die Dauer beträgt ca. 3,5 Stunden bei gemächlichem Schritt – ich habe das im November bei grauem Himmel getestet: Der Regen sang auf die Wege, und wir genossen den friedlichen Waldabschnitt bei Woolwich. Regenschirme sind Pflicht, aber der Weg lohnt sich – das Thames Barrier Visitor Centre selbst ist einen Abstecher wert.
Greenwich ist mehr als eine Sehenswürdigkeit – es ist ein Gefühl. Ob Sie mit der U-Bahn schwebend ankommen, mit dem Fahrrad die frische Brise der Themse spüren oder entspannt mit dem Auto durch die ruhigen Seitenstraßen gleiten: Jeder Weg hat seine eigene Geschichte. Ich habe sie alle erlebt – und doch bin ich mir sicher, dass mein nächster Besuch wieder anders sein wird. Vielleicht werde ich das nächste Mal die Wanderung bei Regen wagen, die Stille der Parkwege genießen und das Rauschen des Wassers an den Ufern der Themse lauschen. Wie auch immer Sie wählen – Greenwich wartet, voller Geheimnisse und Geschichten, die darauf begierig sind, entdeckt zu werden.