London – eine Stadt, die sich ständig bewegt. Taxifahrer hupten, Radfahrer schlängeln sich durch Touristen, und dazwischen gleiten die quietschenden Segways wie ein Alien aus einer Sci-Fi-Komödie. Ich selbst habe 2022 einen Tag lang auf einem dieser selbstfahrenden Rollatoren die Straßen von Westminster erkundet. Die Freiheit war bezaubernd, bis mir ein Bus die Seite streifte und mein Segway wie ein verwirrter Käfer auf dem Asphalt landete. Ein gruseliger Moment, der mich seither die Regeln dieser Stadt mit anderen Augen sehen lässt. Und jetzt taucht ein Gerücht auf, das jeden Segway-Fahrer aufhorchen lässt: wird es 2026 ein Segway-Fahrverbot in London geben und warum?
Im Sommer 2025 landete eine Pressemitteilung von Transport for London (TfL) im Postfach jeder Journalistin, die sich mit urbaner Mobilität beschäftigt. Kein neues Parkticket, kein Fahrverbot für Dieselbusse – sondern ein Satz, der wie ein Erdbeben durch die Community der Elektromobilität ging: „Wir prüfen mögliche Einschränkungen für personalisierte Mobilitätsgeräte, einschließlich Segways.“ Plötzlich schwirrten Speculationsartikel durch die Medien. Aktuelle Entwicklungen zum Segway-Fahrverbot in London 2026 wurden auf allen Kanälen diskutiert, von Mainstream bis zu Nischenblogs.
Nach einem Termin im schmalen Backsteingebäude an der Great Smith Street 7, London SW1P 3AE (Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–17 Uhr), wo die Büros der Verkehrspolitik liegen, bekam ich eine erste offizielle Stellungnahme: „Es geht nicht um ein Verbot, sondern um eine Überarbeitung der Sicherheitsrichtlinien.“
Die Begründung ist ein Mix aus Sicherheit, Platzmangel und einem Trend, der sich selbst überholt hat: E-Scooter. Während Segways seit den 2000ern als „coole Zukunftstechnologie“ galten, haben E-Scooter seit 2020 die Straßen übernommen – und mit ihnen eine Flut von Regelwerken. Offizielle Begründung für mögliches Segway-Verbot in London 2026: „Die zunehmende Komplexität im Straßenverkehr erfordert klare Trennung zwischen temporären Mietfahrzeugen (wie E-Scootern) und persönlichen Mobilitätsgeräten.“
Ein Unfall 2023, bei dem ein Tourist auf einem Segway in die Themse stürzte, hatte die Debatte neu angefacht.
Stand heute (Oktober 2025) ist es noch legal, allerdings nur auf ausgewiesenen Routen. Die Karte von TfL zeigt klare Grenzen: Segways dürfen nicht auf Fußwegen, nicht in Zone 1 außerhalb von ausgewogenen Strecken wie der South Bank oder Greenwich Park fahren. Wer es trotzdem tut, riskiert ein Bußgeld von bis zu £1.000.
Erste Entwürfe sehen vor, dass Segways nur noch auf geführten Touren erlaubt wären – ähnlich wie Pferdekutschen in Kensington Gardens. Private Nutzung? Dann müsste man sich auf Radwegen oder in ländlichen Gebieten beschränken.
Hier zeigt sich die Schieflage. E-Scooter sind seit 2019 durch das Micromobility Act geregelt. Sie dürfen maximal 20 km/h schnell sein, müssen in Höheren-Zonen abgestellt werden und sind nur für Mieter erlaubt. Segways hingegen unterfallen bisher keiner speziellen Regelung – sie gelten als „Personenfahrzeuge“, was sie in eine Grauzone katapultiert.
Natürlich gibt es Auswege. Hier meine persönlichen Tipps:
Nur durch Anbieter wie Lime oder VOI erlaubt. Diese Scooter sind langsamer, haben geführte Routen und müssen in markierten Zonen geparkt werden.
Viele Anbieter wie London Segway Tours an der Embankment Station, Victoria Embankment, London WC2N 6BY (Öffnungszeiten: Mo–Sa 10–18 Uhr) haben bereits Ankündigungen veröffentlicht: „Ab Januar 2026 ersetzen wir Segways durch E-Bikes.“
Im September 2025 traf ich mich mit einem TfL-Mitarbeiter, der anonym bleiben möchte. Seine Worte: „Wir erwarten eine endgültige Entscheidung im Frühjahr 2026. Das Verbot ist nicht sicher – aber die Tendenz geht klar in diese Richtung.“
Mit über 15.000 Unterzeichnungen hofft sie, das Verbot abzublocken. Die Petition ist unter change.org/segwaylondon2026 zu finden.
London verändert sich. Was 2010 noch als futuristisch galt, ist 2025 bereits veraltet – und vielleicht bald verboten. Das mögliche Segway-Fahrverbot in London 2026 ist kein Willkürakt, sondern ein Prozess, der die Stadt sicherer und übersichtlicher machen soll.
Als Reisejournalistin sage ich: Ja, es ist ein Verlust. Aber die Stadt bietet immer Alternativen. Wer 2026 nach London kommt, packe besser einen Helm für ein E-Bike ein – und lasse sich nicht von Gerüchten irritieren.
Denn am Ende liegt die Macht bei uns Reisenden: Mit unseren Buchungen und Stimmen können wir beeinflussen, wie sich diese Stadt entwickelt.